Für Patienten
Bevor
ein Medikament Patienten zur Behandlung von Krankheiten gegeben werden
kann, muss seine Sicherheit und Wirksamkeit in verschiedenen objektiven
"Studien" nachgewiesen werden. Diese werden oft als klinische Prüfungen
oder klinische Studien bezeichnet. Selbst nachdem ein Medikament zur
Verschreibung durch Ärzte "zugelassen" wurde, können noch weitere
klinische Studien durchgeführt werden, um mehr darüber herauszufinden,
wie ein bestimmtes Medikament von den Ärzten am wirkungsvollsten
eingesetzt werden kann.
Das Medikament, das in einer klinischen Studie untersucht wird, wird als "Prüfpräparat" bezeichnet.
Wie läuft eine klinische Studie ab?
In den meisten Fällen arbeiten bei klinischen Studien viele Ärzte mit ihren Patienten und den Medikamentenherstellern zusammen und vergleichen das Prüfpräparat mit einer alternativen Therapie.
Bei der alternativen Therapie kann es sich um ein Medikament handeln, welches bereits auf dem Markt erhältlich ist und von dem die Ärzte wissen, dass es bei der untersuchten Erkrankung gut wirkt. Es kann sich aber auch um ein "Placebo" handeln.
Ein Placebo ist ein "Scheinmedikament", das keinen aktiven Wirkstoff enthält. Mit seiner Hilfe können die Ärzte besser feststellen, ob das Prüfpräparat über den positiven Effekt hinaus, der bei vielen Leuten auftritt, wenn sie gute Betreuung und Verständnis von ihrem Arzt erhalten (Placebo-Effekt), wirksam ist.
In den meisten klinischen Studien werden die teilnehmenden Patienten nach dem Zufallsprinzip Gruppen zugeteilt, die entweder das Prüfpräparat oder das alternative Medikament erhalten. Weder die Patienten noch der Studienarzt wissen, welches Medikament sie erhalten, da die Tabletten zur "Tarnung" identisch aussehen. Studien, die entsprechend dieser Methode durchgeführt werden, werden als "verblindete Studien" bezeichnet.
Welche Gründe sprechen für eine Teilnahme an klinischen Studien?
Als Patient in einer Medikamentenstudie profitieren Sie in mehrerer Hinsicht:
- Sie bleiben natürlich in der regulären Behandlung Ihres Arztes.
- Sie haben die Chance, von neuen vielversprechenden aber noch nicht zugelassenen Medikamenten zu profitieren.
- Zusätzlich erfahren Sie eine intensive und engmaschige Betreuung durch unsere Prüfärzte. Die während einer Studie vorgesehenen Visiten und Untersuchungen sind mittels der normalen ärztlichen Versorgung durch niedergelassene Ärzte nicht zu leisten.
- Alle Vorgänge genügen höchsten ethischen und rechtlichen Standards, insbesondere bzgl. Aufklärung von Patienten und Angehörigen sowie Sicherheit.
- Die Studienmedikation wird gestellt.
- Sie können zu jedem Zeitpunkt und ohne Angabe von Gründen eine Studie beenden.
- Die entstehenden Fahrtkosten pro Visite werden angemessen erstattet.
- Unterstützung von Forschern, damit sie besser verstehen können, ob und wie ein Prüfpräparat wirkt.
- Entwicklung neuer Therapien, damit zukünftige Generationen mit derselben Erkrankung davon profitieren können.
Schließlich können neue Medikamente ohne klinische Studien nicht entwickelt werden.
Für Ärzte
Mit unserem Unternehmen kooperierende Ärzte können ihren Patienten mehr therapeutische Optionen anbieten, als es ihnen die reguläre niedergelassene Tätigkeit erlaubt. So haben Sie Zugriff auf neue vielversprechende Präparate, die aber noch nicht zugelassen sind. Ein an einer Studie teilnehmender Patient verbleibt natürlich in der regulären ärztlichen Behandlung. Zusätzlich profitieren die Patienten, welche sich bei Eignung und nach umfassender Aufklärung für eine Studienteilnahme entscheiden, von den zum Teil wöchentlichen Visiten bei unseren hochqualifizierten Prüfärzten.
Ein enger kollegialer Kontakt gewährleistet eine optimale Betreuung der Patienten. Die Studienmedikation wird gestellt. Die Patienten können zu jedem Zeitpunkt und ohne Angabe von Gründen die Studienteilnahme beenden. Bei vielen Studien besteht für die Patienten nach der eigentlichen Studie die Möglichkeit, in einer sogenannten „open-label"-Phase das Präparat bis zur Zulassung desselben zu erhalten.
Für Auftraggeber
Unser Geschäftsbereich:
Spezialisierung auf die Durchführung medizinischer Studien aus den Fachgebieten Neurologie und Psychiatrie unter Einhaltung höchster ethischer und fachspezifischer Ansprüche. In 2006 wurde das Unternehmen hinsichtlich der Umsetzung der GCP-Richtlinien geprüft. Die überdurchschnittliche Leistung wurde durch ein Firmen-Audit bestätigt.
Herausstellungsmerkmale:
- Vorhalten folgender Ausstattung: Labor, EEG, EKG, Neurophysiologie (EMG, ENG, EP)
- enge Zusammenarbeit mit folgenden Fachrichtungen mit exklusiven Terminkontingenten: Radiologie (Röntgen, CT, MRT), Augenheilkunde, Angiologie (Dopplersonographie), Kardiologie (Echokardiographie).
- unmittelbare Nähe zum Städtischen Klinikum „St. Georg" Leipzig
- 24-stündiger Bereitschaftsdienst eines Facharztes an 365 Tagen im Jahr
- eigener Arbeitsplatz für die Tätigkeit eines CRA
- Konzentration der Prüfärzte auf die Studienvisite durch örtliche Trennung von Studienzentrum und eigener Praxis
- durch gesellschaftsrechtliche Verbundenheit sofortiger Kontakt zu in Studienvorgänge involvierten Ärzten (19 Praxen), die wiederum auf ihren jeweiligen Patientenpool zugreifen. Somit haben mit einer Anfrage gleich neunzehn Mal mehr Patienten die Chance in eine Studie eingebunden zu werden als beim üblichen Vorgehen. Weiterhin regelmäßiger Kontakt zu weiteren 20 referral sites (Nervenarztpraxen sowie neurologische und psychiatrische Kliniken und Ambulanzen in Leipzig und Umgebung)!
Bereitstellung einer Plattform für die Leipziger Nervenärzte
Durch die periodische Organisation und Durchführung des Leipziger nervenärztlichen Qualitätszirkels ist ein intensiver und kontinuierlicher Gedanken- und Leistungsaustausch der mit dem Zentrum gesellschaftsrechtlich verbundenen und den übrigen Nervenärzten in Leipzig garantiert.

